Nachdem jetzt meine Fellnasen reichlich zu Wort gekommen sind, möchte auch ich mal wieder was zu unserem Pflegehund schreiben.
Lange war Bara-Maja ja ein Hund ohne Namen. Wir hatten zwar schon bevor sie bei uns eingezogen ist beschlossen, sie statt Bara Maja zu nennen, aber irgendwie hat auch dieser Name nicht so richtig zu ihr gepasst. Nach nun fast 6 Wochen ohne eigenen Namen heißt Bara-Maja nun Ellie (Gestelli).
Das passt! Haben wir beschlossen. Aber noch hat es sich nicht wirklich zu ihr rumgesprochen, dass das ihr Name ist. ;-)
Ellie ist nun seit fast 6 Wochen bei uns und hat eine postitive Entwicklung hinter sich.
Nicht nur ihr Aussehen, auch ihr Verhalten hat sich sehr gebessert.
Ihr Fell ist gut nachgewachsen. Nur am "Po" und den Hinterbeinen ist es stellenweise noch etwas dünn. Leider scheint sie (vielleicht aufgrund der Hormonumstellung durch die Kastration) ein sogenanntes Welpenfell zu haben. D. h. von Schulter bis zu Hüfte hat sie eigentlich nur Unterwolle aber kein Deckhaar. :-( Vielleicht reguliert sich auch das noch, ich bin da optimistisch. Und wenn nicht, ist's auch nicht schlimm. Denn wenn man mit ihr kuschelt, fühlt sie sich an wie ein kleiner Fleecepulli. Hmmm.... :-)
Ellies Verhalten ist inzwischen auch schon besser geworden. Vielmehr hat sich herauskristallisiert, was ihr Probleme bereitet. Generell scheint sie kein schreckhafter oder überaus ängstlicher Hund zu sein. Laute Geräusche z. B. erschrecken sie nicht und auch in fremder Umgebung findet sie sich recht schnell zurecht. Gestern wollte sie übereifrig in ihre Autobox springen, leider war das Gitter noch zu. :-( Ich dachte schon "Oh jeh, jetzt muss ich sie wieder heben, wie am Anfang" aber das war für Ellie kein Problem. Nach kurzer Bedenkzeit hat sie es gleich nochmal probiert und da war das Gitter zum Glück schon auf! :-)
Aber Menschen, bestimmte (metallische) Geräusche und bestimmte Situationen (Anleinen, Füttern, Herkommen) scheinen ihr Angst zu machen. Bei ihrem Verhalten Menschen gegenüber wird deutlich, dass sie Männer weniger Vertrauen entgegen bringt als Frauen. Ob das an der Größe, der Körpersprache und der dunkleren Stimme liegt oder daran, dass sie mit Männern schlechtere Erfahrungen gemacht hat, kann ich nicht beurteilen.
Heute konnte ich das erste Mal auf ihren Korb zu und dann knapp daran vorbei gehen, als sie darin lag, um in das Zimmer zu kommen, vor dessen Eingang ihr Korb steht, ohne dass sie aufgestanden ist und gewartet hat, bis ich wieder weg war. :-) Ihr Pflege-Herrchen kann im Gegensatz dazu immer noch nicht in die Nähe diese Korbes kommen, wenn sie darin liegt, ohne dass sie aufspringt und die Flucht ergreift, manchmal sogar bis sie ein Stockwerk tiefer ist. :-(
Möchte man sie anleinen, kommt sie nach wie vor mehr angekrochen als gelaufen und man merkt, dass sie sich unwohl fühlt.
Beim Füttern ist sie sich nach wie vor nicht sicher, ob sie auch wirklich fressen darf.
Noch immer spielt sie nicht, weder mit Hunden noch mit Menschen. Heute hat sie allerdings ihre Liebe zu Djambos Gummihuhn entdeckt. Gespielt wird zwar noch nicht damit, aber sie schleppt das Gummihuhn nun schon ganz aufgeregt durchs Haus. Momentan scheint sie der plötzliche Besitz eines Huhn jedoch etwas zu überfordern, denn kein Hund darf sich ihr mehr nähern, obwohl sie doch eigentlich am liebsten mit Juma zusammen im Korb liegt. Tja, alles hat Vor- und Nachteile, sogar der Besitz eines Gummihuhns... ;-)
Am Sonntag waren wir zusammen in der Hundeschule. Weil ich Ellie als ängstliche unsichere Hündin angekündigt habe, durfte sie als einzige erwachsene Hündin in die Welpengruppe. Und selbst das hat ihr anfangs ziemlichen Stress bereitet. Mit den fremden Hunden wollte sie keinen Kontakt aufnehmen. Sie war vollauf damit beschäftigt, sich aus allem raus zu halten und bloß keinen zu nahe kommen zu lassen. Ich war überrascht festzustellen, dass die Kleine auch Zähne hat, die sie den ganz Aufdringlichen unter den Welpen dann auch zur Abschreckung gezeigt hat... ;-) Anmerken möchte ich zu ihrer Verteidigung noch, dass manche Welpen wahrscheinlich fast 3 mal so schwer und groß waren wie Ellie :-)
Irgendwann war sie dann aber doch etwas entspannter und hat sogar begonnen, einer ihrer Lieblingsbeschäftigungen nachzugehen: dem Wälzen auf dem Rücken. Zum Ende der Stunde hatte sie sogar ganz mutig ein paar Zwerge beschnuppert, die zu ihr gekommen waren, um sie kennen zu lernen.
Viel gelernt haben wir natürlich nicht, was hauptsächlich daran liegt, dass Ellie noch immer wenig Interessen an Futter und noch weniger Interesse an Spielzeug hat. Da ist es nicht gerade einfach, sie zu motivieren. Inzwischen interessiert sie sich auch sehr für den Futterbeutel, den ich draußen dabei habe. Und wenn ich sie mit Schleppleine und mich mit dem mit Käsestückchen gefüllten Futterbeutel mit Schnur ausstatte, rennt sie, wenn ich ihn werfe schon 2 Meter hinterher um ihn zu schnappen und bringt ihn seit heute sogar von selbst zurück, damit ich ihn für sie aufmachen und sie daraus fressen kann. Sie ist sie ganz aufgeregt, wenn ich Beutel und Schleppleine auspacke und läuft dann sogar schon aufmerksam neben mir her.
Eins scheint sie in den letzten Wochen bei uns auch ohne Name schon gelernt zu haben, und zwar, dass Menschen, die hocken, das Zeichen für's Herkommen sind. Geht man in die Hocke und wendet sich ein wenig ab, macht Ellie Gestelli sich auf den Weg... ;-)
Mir scheint es, als sei dieser Hund in der Vergangenheit nach dem Zurückkommen bestraft worden. Vielleicht weil sie nicht schnell genug kam? Oder nicht auf den ersten Ruf? Auf jeden Fall kommt sie sehr unterwürfig und man hat den Eindruck, als würde sie das kleinere Übel wählen und denken "...besser ist's, ich komme zum Menschen, bevor der zu mir kommt..." Von freudigem Kommen kann bei ihr, außer beim Nachhausekommen und beim Futterbeutel bringen leider noch keine Rede sein. :-(
Ellie ist ein sehr nervöser, lebhafter und bewegungsfreudiger Hund. Inzwischen ist sie beim Joggen überhaupt nicht mehr unsicher und ich muss aufpassen, dass mich ihr Zick-Zack-Schnupper-Kurs nicht zu Fall bringt, weil sie natürlich immer noch an der Leine sein muss.
Ist man zu Spaziergängen mit ihr im Wald unterwegs und sie ist im "Schnupper-und-Jagd-Modus" (was leider immer der Fall ist, wenn man nicht gerade mit ihr übt oder sie beschäftigt) bringt sie einen mit eben diesem Zick-Zack-Schnupper-Kurs zur Verzweiflung. Also Leinenführigkeit sollte auch in Zukunft noch auf ihrem Stundenplan stehen. ;-)
Lange war Bara-Maja ja ein Hund ohne Namen. Wir hatten zwar schon bevor sie bei uns eingezogen ist beschlossen, sie statt Bara Maja zu nennen, aber irgendwie hat auch dieser Name nicht so richtig zu ihr gepasst. Nach nun fast 6 Wochen ohne eigenen Namen heißt Bara-Maja nun Ellie (Gestelli).
Das passt! Haben wir beschlossen. Aber noch hat es sich nicht wirklich zu ihr rumgesprochen, dass das ihr Name ist. ;-)
Ellie ist nun seit fast 6 Wochen bei uns und hat eine postitive Entwicklung hinter sich.
Nicht nur ihr Aussehen, auch ihr Verhalten hat sich sehr gebessert.
Ihr Fell ist gut nachgewachsen. Nur am "Po" und den Hinterbeinen ist es stellenweise noch etwas dünn. Leider scheint sie (vielleicht aufgrund der Hormonumstellung durch die Kastration) ein sogenanntes Welpenfell zu haben. D. h. von Schulter bis zu Hüfte hat sie eigentlich nur Unterwolle aber kein Deckhaar. :-( Vielleicht reguliert sich auch das noch, ich bin da optimistisch. Und wenn nicht, ist's auch nicht schlimm. Denn wenn man mit ihr kuschelt, fühlt sie sich an wie ein kleiner Fleecepulli. Hmmm.... :-)
Ellies Verhalten ist inzwischen auch schon besser geworden. Vielmehr hat sich herauskristallisiert, was ihr Probleme bereitet. Generell scheint sie kein schreckhafter oder überaus ängstlicher Hund zu sein. Laute Geräusche z. B. erschrecken sie nicht und auch in fremder Umgebung findet sie sich recht schnell zurecht. Gestern wollte sie übereifrig in ihre Autobox springen, leider war das Gitter noch zu. :-( Ich dachte schon "Oh jeh, jetzt muss ich sie wieder heben, wie am Anfang" aber das war für Ellie kein Problem. Nach kurzer Bedenkzeit hat sie es gleich nochmal probiert und da war das Gitter zum Glück schon auf! :-)
Aber Menschen, bestimmte (metallische) Geräusche und bestimmte Situationen (Anleinen, Füttern, Herkommen) scheinen ihr Angst zu machen. Bei ihrem Verhalten Menschen gegenüber wird deutlich, dass sie Männer weniger Vertrauen entgegen bringt als Frauen. Ob das an der Größe, der Körpersprache und der dunkleren Stimme liegt oder daran, dass sie mit Männern schlechtere Erfahrungen gemacht hat, kann ich nicht beurteilen.
Heute konnte ich das erste Mal auf ihren Korb zu und dann knapp daran vorbei gehen, als sie darin lag, um in das Zimmer zu kommen, vor dessen Eingang ihr Korb steht, ohne dass sie aufgestanden ist und gewartet hat, bis ich wieder weg war. :-) Ihr Pflege-Herrchen kann im Gegensatz dazu immer noch nicht in die Nähe diese Korbes kommen, wenn sie darin liegt, ohne dass sie aufspringt und die Flucht ergreift, manchmal sogar bis sie ein Stockwerk tiefer ist. :-(
Möchte man sie anleinen, kommt sie nach wie vor mehr angekrochen als gelaufen und man merkt, dass sie sich unwohl fühlt.
Beim Füttern ist sie sich nach wie vor nicht sicher, ob sie auch wirklich fressen darf.
Noch immer spielt sie nicht, weder mit Hunden noch mit Menschen. Heute hat sie allerdings ihre Liebe zu Djambos Gummihuhn entdeckt. Gespielt wird zwar noch nicht damit, aber sie schleppt das Gummihuhn nun schon ganz aufgeregt durchs Haus. Momentan scheint sie der plötzliche Besitz eines Huhn jedoch etwas zu überfordern, denn kein Hund darf sich ihr mehr nähern, obwohl sie doch eigentlich am liebsten mit Juma zusammen im Korb liegt. Tja, alles hat Vor- und Nachteile, sogar der Besitz eines Gummihuhns... ;-)
Am Sonntag waren wir zusammen in der Hundeschule. Weil ich Ellie als ängstliche unsichere Hündin angekündigt habe, durfte sie als einzige erwachsene Hündin in die Welpengruppe. Und selbst das hat ihr anfangs ziemlichen Stress bereitet. Mit den fremden Hunden wollte sie keinen Kontakt aufnehmen. Sie war vollauf damit beschäftigt, sich aus allem raus zu halten und bloß keinen zu nahe kommen zu lassen. Ich war überrascht festzustellen, dass die Kleine auch Zähne hat, die sie den ganz Aufdringlichen unter den Welpen dann auch zur Abschreckung gezeigt hat... ;-) Anmerken möchte ich zu ihrer Verteidigung noch, dass manche Welpen wahrscheinlich fast 3 mal so schwer und groß waren wie Ellie :-)
Irgendwann war sie dann aber doch etwas entspannter und hat sogar begonnen, einer ihrer Lieblingsbeschäftigungen nachzugehen: dem Wälzen auf dem Rücken. Zum Ende der Stunde hatte sie sogar ganz mutig ein paar Zwerge beschnuppert, die zu ihr gekommen waren, um sie kennen zu lernen.
Viel gelernt haben wir natürlich nicht, was hauptsächlich daran liegt, dass Ellie noch immer wenig Interessen an Futter und noch weniger Interesse an Spielzeug hat. Da ist es nicht gerade einfach, sie zu motivieren. Inzwischen interessiert sie sich auch sehr für den Futterbeutel, den ich draußen dabei habe. Und wenn ich sie mit Schleppleine und mich mit dem mit Käsestückchen gefüllten Futterbeutel mit Schnur ausstatte, rennt sie, wenn ich ihn werfe schon 2 Meter hinterher um ihn zu schnappen und bringt ihn seit heute sogar von selbst zurück, damit ich ihn für sie aufmachen und sie daraus fressen kann. Sie ist sie ganz aufgeregt, wenn ich Beutel und Schleppleine auspacke und läuft dann sogar schon aufmerksam neben mir her.
Eins scheint sie in den letzten Wochen bei uns auch ohne Name schon gelernt zu haben, und zwar, dass Menschen, die hocken, das Zeichen für's Herkommen sind. Geht man in die Hocke und wendet sich ein wenig ab, macht Ellie Gestelli sich auf den Weg... ;-)
Mir scheint es, als sei dieser Hund in der Vergangenheit nach dem Zurückkommen bestraft worden. Vielleicht weil sie nicht schnell genug kam? Oder nicht auf den ersten Ruf? Auf jeden Fall kommt sie sehr unterwürfig und man hat den Eindruck, als würde sie das kleinere Übel wählen und denken "...besser ist's, ich komme zum Menschen, bevor der zu mir kommt..." Von freudigem Kommen kann bei ihr, außer beim Nachhausekommen und beim Futterbeutel bringen leider noch keine Rede sein. :-(
Ellie ist ein sehr nervöser, lebhafter und bewegungsfreudiger Hund. Inzwischen ist sie beim Joggen überhaupt nicht mehr unsicher und ich muss aufpassen, dass mich ihr Zick-Zack-Schnupper-Kurs nicht zu Fall bringt, weil sie natürlich immer noch an der Leine sein muss.
Ist man zu Spaziergängen mit ihr im Wald unterwegs und sie ist im "Schnupper-und-Jagd-Modus" (was leider immer der Fall ist, wenn man nicht gerade mit ihr übt oder sie beschäftigt) bringt sie einen mit eben diesem Zick-Zack-Schnupper-Kurs zur Verzweiflung. Also Leinenführigkeit sollte auch in Zukunft noch auf ihrem Stundenplan stehen. ;-)
Generell muss sie mit liebevoller Konsequenz ohne laute Worte erzogen werden, denn ein ernstes Wort (auch an einen anderen Hund) reicht schon aus, ihr die mühsam aufgebaute Sicherheit zu nehmen. Dann zieht sie sofort das Stummelschwänzchen ein, duckt sich und zieht sich wieder in das alte Schneckenhaus zurück. :-(
Sie hat schon gelernt, dass es gut ankommt, wenn man auf einen Baumstamm klettert und "sitz" macht.... Kommt dann doch gleich das Frauchen und gibt Leckerlie... Braves Frauchen... ;-) Allerdings braucht sie als Wink mit dem Zaunpfahl noch Juma oder Djambo (die diesen Trick schon seit Jahren praktizieren aber nichts mehr dafür bekommen). Sie setzt sich einfach mal dazu, notfalls werden die andern sogar vom Baum gestupst... Auch sonst orientiert sich sie sehr an ihren Hundekumpels und sobald die beiden nicht dabei sind ist sie deutlich unsicherer.
Ich wünsche mir für Ellie idealerweise sportliche Menschen, die sie als Aufgabe sehen, bereit sind mit ihr an ihren Verhaltensproblemen zu arbeiten, möglichst eine Hundeschule besuchen möchten, ihr Beschäftigung geben, einen ruhigen Haushalt führen und einen "Erst"-Hund haben, an dem sie sich orientieren kann.
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